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Warum es uns lebendiger macht, mutig in den Spiegel unserer Seele zu blicken 

Warum es uns lebendiger macht, mutig in den Spiegel unserer Seele zu blicken 

Unsere Schatten und unsere Lebendigkeit

Warum es uns lebendiger macht, mutig in den Spiegel unserer Seele zu blicken

„Gott ist ein Künstler. Er erfand die Giraffe, den Elefanten und die Ameise.
Nie hielt er sich an einen vorgegebenen Stil. Er tat einfach nur, was er wollte.“
Pablo Picasso

Woher wissen wir, was richtig und was falsch ist, was als „Licht“ und als „Schatten“ zu bezeichnen ist?

Wir Menschen möchten vorangehen, unseren Weg gehen, unsere Berufung erfüllen, wir fühlen uns verpflichtet, dabei alles „richtig“ zu machen. Wer aber sagt uns, was richtig ist? Wir versuchen es mit einem Wertesystem festzulegen – grundsätzlich ein guter Gedanke.

Und doch gelingt es uns bei aller Liebsmüh nicht immer, diesem Wertesystem zu folgen.
Ist es lebendig, immer „vernünftig“ zu sein?
Immer nur „vernünftig“ zu sein könnte bedeuten, jeden Tag die farblich zu den Klamotten abgestimmten Schuhe zu tragen, nie ein Eis zu essen, niemals einfach mal in den Tag hinein zu leben und die Seele baumeln zu lassen- auch wenn sich zuhause das Geschirr türmt und die Steuererklärung längst fertig sein sollte.
Seid ruhig mal „inkonsequent“, ändert Eure Meinung, probiert Euch aus- solange dabei niemand zu Schaden kommt.

Ich stelle bei den Menschen, die ich begleite, immer wieder fest, dass das Gefühl der Scham und des Schmerzes für vermeintlich begangene „Fehler“ sehr groß ist.

Ich erinnere sie gerne daran, dass wir nicht in einer Welt leben, die nur aus „Schwarz“ oder „Weiß“ besteht, sondern aus unendlich vielen Zwischentönen.
Die vermeintlichen „Fehler“ sind in erster Linie Erfahrungen, die wichtige Botschaften für uns enthalten.

Feinfühlige schämen sich erschreckend oft für ihre große Gabe der Sensibilität.
Sich mit der eigenen Scham auseinanderzusetzen ist schmerzhaft, aber weit weniger belastend als mit der im Unterbewusstsein verborgenen Scham zu leben.

Die Scham beraubt uns tragischerweise unserer Möglichkeit, mutig, kraftvoll und mit Lebensfreude unser Leben zu meistern.

Wenn wir in den Spiegel der eigenen Seele blicken, finden wir bei jedem von uns alle nur erdenklichen Farbtöne, strahlendes Licht und eben auch unsere Schattenseiten.

Mein Wunsch ist es, all Eure Fassetten Eurer Einzigartigkeit zu spiegeln und Euch damit zum Strahlen zu bringen. In unserer virtuellen Welt voller perfekter Urlaubsbilder gibt es eine weit verbreitete Tendenz, den Focus nur auf unsere „Lichtseiten“ zu lenken und die Schattenseiten ins Abseits zu verdrängen.
Das klappt nicht: Die Schattenseiten führen dann ein Eigenleben und brechen dafür umso stärker und unberechenbarer aus.

Sie sind gleichermaßen präsent und haben unsere Aufmerksamkeit ebenso verdient wie unsere Lichtseiten.
Je mehr wir unsere „Schatten“ liebevoll ansehen und annehmen, desto mehr wird unser Licht zum Strahlen kommen.

Bedingungslose Liebe zu uns selbst bedeutet, uns KOMPLETT und KOMPROMISSLOS anzunehmen.
Viele von uns wurden bedauerlicherweise nicht mit bedingungsloser Liebe erzogen, sondern vielmehr programmiert, geliebt zu werden, wenn sie nach dem Wunsch ihrer Eltern „funktionierten“. Das dürfen wir heute als Erwachsene loslassen und transformieren.

Bei meinen „Coachees“ ist es meine erste Priorität, sie in bedingungsloser Akzeptanz zu spiegeln, sie bei allen Ängsten und Zweifeln in einem geschützten Rahmen zu begleiten – damit ihre Lichtseiten immer mehr zum Strahlen kommen und sie ein unwiderstehlich schönes Kapitel ihres Lebens beginnen.

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